Alles, was Du zum Lohnbuchhalter-Gehalt wissen musst

Gehälter in der Steuerbranche
Lohnbuchhalter - ein guter und zukunftssicherer Job
Lohnbuchhalter - ein guter und zukunftssicherer Job

Viele Menschen wissen nicht, wie es nach dem Studium oder der Ausbildung für sie weitergehen soll: Wo wird ihr Wissen im Bereich Finanzen und Steuern benötigt? Unter den vielen Möglichkeiten ist auch der Beruf des Lohnbuchhalters gelistet, der in vielen Branchen und Unternehmen sehr gefragt ist.

Neben den guten Job-Perspektiven kann sich auch das Lohnbuchhalter-Gehalt sehen lassen. - Wir zeigen Dir, mit welchem Gehalt Du als Lohnbuchhalter rechnen kannst!

Welche Aufgaben haben Lohnbuchhalter?

Lohn- und Gehaltsbuchhalter sind in jedem Unternehmen zu finden, bei dem eine Buchhaltung erforderlich ist. Das bedeutet: Du kannst in nahezu jedem Betrieb arbeiten, wenn Du Dich für einen Beruf in diesem Bereich entscheidest. Aber auch in Steuerkanzleien oder eigenen Buchhaltungsfirmen sind Lohnbuchhalter gerne gesehen.

Das hat einen einfachen Grund: Arbeitnehmer erhalten am Ende des Monats für ihre Arbeit einen Lohn oder ein Gehalt. Lohn- und Gehaltsbuchhalter sind dabei für die Abrechnung und Erstellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen zuständig und überprüfen, dass diese ordnungsgemäß durchgeführt worden sind. Neben den Abrechnungen verwalten sie auch die Personalstammdaten im Unternehmen.

Darüber hinaus sind sie für alles verantwortlich, was für die Abrechnung und Erstellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen relevant ist. Neben den bloßen Abrechnungen umfasst dies:

  • Sozial- und Rentenversicherungen
  • Lohn- und Kirchensteuern
  • Zuschläge oder Urlaubsgelder

In vielen Unternehmen gibt es zudem Sonderregelungen wie Weihnachtsgeld oder eine betriebliche Altersvorsorge, die die Lohnbuchhalter im Blick behalten müssen. Auch das Kapital der Unternehmen verwalten häufig Lohnbuchhalter und überwiesen bestimmte Beträge an die zuständigen Finanzämter oder andere Stellen sowie den Lohn oder das Gehalt an die Mitarbeiter.

Lohn- und Gehaltsbuchhalter verfügen auch einen Überblick über die gesetzlichen Vorgaben zu Angestellten, etwa deren An- und Abmeldung bei Einstellung und Entlassung, Sozialversicherungsträgern oder deren Jahreskonten. Darüber hinaus bist Du als Lohnbuchhalter direkter Ansprechpartner bei Fragen zu Lohn und Gehalt und unterstützt unter Umständen sogar bei der Erstellung von Arbeitsverträgen. Kommunikationsbereitschaft gegenüber Mitarbeitern spielt dabei ebenso eine Rolle wie bei dem Umgang mit den Behörden und Versicherungen.

Je nach Größe des Unternehmens können aber auch die Aufgaben von Lohnbuchhaltern variieren. Während in großen Unternehmen Lohnbuchhalter nur bestimmte Kernaufgaben ausüben, kommen in kleinen Betrieben auch andere Bereiche der Finanzbuchhaltung oder des Controllings dazu. Die Zusammenarbeit ist dabei mit der Personalabteilung und den Controllern am engsten.

Gut zu wissen: Bedenke, dass Du mit sehr persönlichen Unterlagen und Informationen über Mitarbeiter betraut wirst. Du solltest Dir also Deiner Verantwortung und Geheimhaltungspflicht bewusst sein.

Wie werde ich Lohnbuchhalter?

Lohnbuchhalter ist eine berufliche Weiterbildung, die eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzt. Zunächst ist es erforderlich, dass Du eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hast, etwa als Bürokaufmann/-frau oder Industriekaufmann/-frau. Aber auch ein Studium im Bereich der Wirtschaftswissenschaften (z.B. BWL) sind ausreichende Qualifikationen, um die Weiterbildung zum Lohnbuchhalter zu absolvieren. Einige Anbieter von Weiterbildungen verlangen darüber hinaus eine Berufserfahrung von 2 Jahren.

Anbieter sind dabei etwa die Industrie- und Handelskammern (IHK), Bildungszentren oder Fernschulen. Dabei unterscheidet sich auch, ob die regelmäßige Weiterbildung in Präsenz- oder Online-Lehrgängen angeboten wird und ob diese kompakt in wenigen Wochen, in Vollzeit oder über einen längeren Zeitraum nebenbei stattfinden. Auch ob die Lehrgänge abends oder am Wochenende durchgeführt werden, ist ganz unterschiedlich. Dadurch bleibst Du flexibel und kannst Dich für die Weiterbildung entscheiden, die am am besten zu Dir und Deiner Lebenssituation passt!

In der Weiterbildung werden Dir vertiefte Kenntnisse bezüglich des Steuer-, Arbeits- und Beitragsrechts vermittelt. Außerdem lernst Du, welche Aufzeichnungspflichten es gibt, wie Lohn- und Gehaltsabrechnungen erstellt werden und welche Lohnbestandteile Du kennen musst.

Was verdient ein Lohnbuchhalter?

Das Gehalt eines Lohnbuchhalters ist nicht unwichtig, denn Du nimmst während der Weiterbildung jede Menge Zeit, Stress und Kosten in Kauf. Viele entscheiden sich daher bewusst für eine Weiterbildung in diesem Bereich, um ihr Gehalt aufzubessern und mehr Karrierewege einschlagen zu können.

Lohnbuchhalter verdienen in Deutschland ein durchschnittliches Gehalt von 39.700 Euro brutto jährlich. Das Gehalt liegt aber meist zwischen 23.944 Euro brutto und 56.395 Euro brutto im Jahr. Auf Dein konkretes Gehalt wirkt sich neben der Größe des Unternehmens auch Deine Qualifikation, die Unternehmenszugehörigkeit, Deine Berufserfahrung und spezifischen Kenntnisse aus. Darüber hinaus spielt aber auch Dein Verhandlungsgeschick und der Arbeitsstandort eine Rolle. In großen Städten ist das Gehalt zumeist höher als auf dem Land, dabei steigen aber auch die Lebenshaltungskosten stark an.

Insbesondere die Größe des Unternehmens kann das Gehalt erheblich beeinflussen: Während kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern durchschnittlich 2.600 Euro brutto monatlich zahlen, verdienen Lohnbuchhalter in größeren Konzernen etwa 3.000 bis 3.500 Euro brutto im Monat.

Aber auch durch Berufserfahrung ist in Unternehmen ein gewaltiger Sprung möglich: Berufseinsteiger ohne Berufserfahrung verdienen im Schnitt 2.400 Euro brutto monatlich, während 50-jährige Mitarbeiter durchschnittlich mit 3.100 Euro im Monat entlohnt werden.

Gut zu wissen: Wenn Du nicht solange warten möchtest, hast Du die Möglichkeit, weitere Weiterbildungen zu absolvieren und Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese steigern nicht nur das Gehalt, sondern machen Dich mitsamt Deinem Erfahrungs- und Wissensschatz unersetzbar für das Unternehmen, in dem Du arbeitest. Solltest Du Dich doch gegen das Unternehmen entscheiden, sind bei einem Jobwechsel Zusatzqualifikationen attraktiv für potenzielle Arbeitgeber.

Fazit

Wenn Du eine Vorliebe für Zahlen hast, über gutes analytisches Denken verfügst und eine verantwortungsvolle, ordentliche Arbeitsweise pflegst, ist der Beruf des Gehalts- und Lohnbuchhalters wohl das Richtige für Dich.

Es handelt sich dabei um einen Bürojob, den Du vielleicht schon aus Deinem Arbeitsalltag des Buchhalters oder des Bürokaufmanns kennst. Viele Unternehmen werden aber hinsichtlich der Arbeitsweisen flexibler und moderner, sodass auch Home-Office, Gleitzeit oder Arbeiten aus dem Ausland von immer mehr Arbeitgebern angeboten werden.

Lohnbuchhalter ist ein guter und zukunftssicherer Job, der in vielen Branchen gesucht wird und mit dem Du auf dem Arbeitsmarkt gut aufgestellt bist. Unterschiede beim Gehalt gibt es je nach Bundesland, Unternehmen, Berufserfahrung und Qualifikation. Eine Weiterbildung lohnt sich aber in jedem Fall, wenn Du Dein Gehalt und Deinen Wissensstand erhöhen willst.

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