Gerade für junge Menschen ist ein Vorstellungsgespräch eine neue, vielleicht auch beängstigende Situation, in der man sich meist nicht gern befindet. Allerdings bietet ein gutes Bewerbungsgespräch die Chance, einen Traumjob zu ergattern und so der eigenen Wunsch-Karriere ein großes Stück näher zu kommen.
Die richtige Vorbereitung kann helfen, die Angst vor dem (ersten) Vorstellungsgespräch zu senken. Dazu kann das Üben von oft gestellten Fragen und Antworten helfen.
Immer häufiger werden Vorstellungsgespräche auch online durchgeführt - auch in der Steuer- und Finanzwelt. Was sich während der Pandemie aus Mangel an Alternativen entwickelt hat, findet seither immer mehr Anwendung. Insbesondere kleinere oder jüngere, technikaffine Steuerkanzleien und Unternehmen setzen auf Videocalls. Wir zeigen Dir, was Du beachten musst und wie Du Dich auf das Online-Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst.
Neben der Anreise gibt es noch ein paar andere Dinge, die beim Online-Vorstellungsgespräch anders sind, als bei einem Gespräch vor Ort. Ein ganz wichtiger Punkt ist zum Einen die Begrüßung. Hier fällt das klassische Händeschütteln weg und es kann Dir auch kein Wasser oder Ähnliches angeboten werden. Der erste Eindruck ist dadurch schon einmal ganz anders. Um Dich ideal vorzubereiten, schau gerne einmal in unseren Beitrag zur Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch.
Es kommt deshalb insbesondere auf Dein Erscheinungsbild über den Bildschirm an. Am besten ist es deshalb, wenn Du ein Gerät wählst, das eine gute Auflösung hat, damit man Dich gut erkennen kann. Mache ein Vorstellungsgespräch niemals über das Smartphone, das wirkt unseriös. Stelle auch sicher, dass Du eine stabile Internetverbindung hast und Dich bestenfalls niemand beim Gespräch stört. Lassen sich andere Mitbewohner (auch tierische) nicht aussperren, kannst Du dies zu Beginn des Gesprächs ankündigen (“Ich bitte schon einmal um Entschuldigung, falls meine Katze durchs Bild laufen sollte.”). Das sorgt in der Regel schon einmal für eine etwas lockere Stimmung zu Beginn des Gesprächs.
Suche Dir eine neutrale, gut beleuchtete Ecke in Deiner Wohnung oder dort, wo Du Dich befindest. Achte darauf, dass im Hintergrund keine Poster oder zu private Dinge zu sehen sind und dass der Hintergrund “professionell” wirkt. Auch Du selbst solltest Dich natürlich entsprechend kleiden.
Kleidung ist ein wichtiger Punkt, da man online nur Deinen Oberkörper sehen kann und nicht Deinen Gesamteindruck erkennt. Achte dennoch darauf, angemessen gekleidet zu sein und auch eine passende Hose zu tragen - wer weiß, ob Du während des Gesprächs nicht doch plötzlich aufstehen musst.
Selbstverständlich solltest Du auch bei einem Online-Termin pünktlich sein und Dich schon einige Minuten vorher einloggen. Tipp: Am besten probierst Du das Tool, über welches das Gespräch läuft, vorher schon einmal aus. So kannst Du sichergehen, dass alles funktioniert, Du Dich einloggen kannst, keine Updates gemacht werden müssen etc.
Wenn Du mehr über die optimale Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch (jeder Art) wissen möchtest, schau gerne bei unserem Beitrag dazu vorbei.
Was sich in der Regel im Vergleich zum Präsenz-Gespräch nicht wirklich ändert, sind die möglichen Fragen, die Dir gestellt werden können. In der Regel geht es dabei ausführlich um Dich, Deine Ausbildung, Deine Ziele, Stärken und Schwächen.
Folgende Fragen können Dich deshalb immer erwarten:
Hinzu kommen natürlich spezifische Fragen zur Tätigkeit in der Steuerbranche. Die Fragen beziehen sich dann auf Deine Stärken im Bereich Zahlen, Wirtschaft und Finanzen und ob Du schon Erfahrungen in der Branche sammeln konntest.
Achtung: Es gibt auch unzulässige Fragen, die rechtlich verboten sind. Dazu zählen unter anderem diskriminierende Fragen, zum Beispiel nach einer Behinderung oder aber auch nach einer derzeitigen oder geplanten Schwangerschaft. Generell musst Du Dich niemals zu Deinem Kinderwunsch oder privaten Zukunftsplänen äußern.
Ist das Vorstellungsgespräch deshalb online, weil es sich um einen Remote-Job handelt, gibt es einige Fragen, die dann gerne gestellt werden. Arbeitgeber möchten natürlich sicherstellen, dass Du auch “ohne Aufsicht” produktiv arbeitest und den Anforderungen genügst. Dazu können auch steuer- oder arbeitsrechtliche Belange kommen, zum Beispiel dass Du nicht länger als sechs Monate am Stück aus dem Ausland heraus arbeiten kannst.
Wie Du siehst, bleibt das meiste bei einem Online-Gespräch wie bei einem Präsenz-Gespräch in der Kanzlei gleich. Dennoch gibt es einige Besonderheiten, die Du beachten kannst und solltest. Ein Online-Gespräch kann sich teilweise komplizierter gestalten als ein Präsenztermin. Insbesondere solltest Du Dir bewusst sein, dass ein geeigneter Ort für das Gespräch nun bei Dir liegt. Die meisten Unternehmen haben Konferenz-Räume, in denen so ein Gespräch ungestört ablaufen kann. Bei Dir im privaten zu Hause kann das schon einmal schwieriger werden. Mit unseren Tipps bist Du aber hoffentlich gut gerüstet. Wir wünschen Dir viel Erfolg!
* Um den Text leicht verständlich und unkompliziert zu halten, haben wir uns für die Nutzung des generischen Maskulinums, also der männlichen Form aller Hauptwörter, entschieden. Wir möchten aber niemanden ausschließen und weisen deshalb darauf hin, dass trotz der männlichen Form alle Geschlechter gemeint sind. Gerade die Branche der Steuerberatung ist sehr männlich dominiert. Wir wünschen uns unbedingt mehr Diversität in diesem Berufsfeld. Daher gilt: all genders are welcome!
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